Eigene Bücher

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Wirtschaft zwischen Demokratie und Verbrechen, Nomen Verlag, 2015

Jos Schnurrer über "Wirtschaft zwischen Demokratie und Verbrechen"

Kapitalismus- und Neoliberalismuskritik wird seit langem, in verschiedenen Nuancen und Zielsetzungen und mit unterschiedlichen Intensitäten geführt. Sie zielt auf einen grundsätzlichen und radikalen Perspektivenwechsel, wie ihn die Weltkommission „Kultur und Entwicklung“ als Herausforderung für eine humane, gerechte, lokale und globale Existenz der Menschen postuliert hat: „Die Menschheit steht vor der Herausforderung umzudenken, sich umzuorientieren und gesellschaftlich umzuorganisieren, kurz : neue Lebensformen zu finden“ (Deutsche UNESCO-Kommission, Unsere kreative Vielfalt, Bonn 1997, S. 18). Das Märchen vom gerechten, „freien“ Markt, der als „unsichtbare Hand“ ökonomisches Denken und Handeln zum Wohle aller Menschen regelt, und die von den Interessenten und Nutznießern immer wieder gebetsmühlenhaft und mit dominanter Macht geäußerten Behauptungen, dass es kein anderes und besseres Wirtschaftssystem als das kapitalistische (mehr lesen)

 

Kriminalität Blinder Fleck

Der Spiegel vom 03.06.1991
Ein deutscher Professor hat einen Verein gegen mafiose Praktiken in der Wirtschaft gegründet.
Auf der Suche nach wissenschaftlicher Literatur zum Thema Wirtschaftskriminalität kam Hans See, 56, Professor für Politologie an der Fachhochschule Frankfurt, nur mühsam voran. See stieß auf einen "blinden Fleck in der Wissenschaft".
 
Zwar registrierte der Hochschullehrer und Buchautor* eine "Springflut von Büchern über politische und Wirtschaftsverbrechen". An "systematischen Untersuchungen" jedoch, so das Resümee seiner Quellenforschung, "gibt es fast nichts".
Ob Flick-Skandal, die Affäre um das Gewerkschaftsunternehmen Neue Heimat oder Waffenschiebergeschäfte (mehr lesen)