Was verstanden die Gründer von BCC e.V. unter Wirtschaftsverbrechen?

Eine Einführung

Unter Wirtschaftsverbrechen verstanden die Gründer von Business Crime Control e.V. alle Geschäftspraktiken, die von den Verantwortlichen der Wirtschaftsunternehmen (Eigentümern, Investoren, Prokuristen, Managern und anderen Kapitalbevollmächtigten) mit oder ohne Beihilfe von Politikern, Parteien, Abgeordneten und Beamten der kommunalen und staatlichen wie öffentlich-rechtlicher Verwaltungen) zum Schaden von Mensch und Natur, Staat und Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur sowie anderen wertvollen Rechtsgütern angewandt werden, um am geltenden Recht vorbei Gewinne zu erzielen, zu steigern oder zu sichern. (mehr lesen)

Die Geschichte der Wirtschaftsverbrechen

Über die Geschichte der Völker, der Kulturen, der Völkerwanderungen, der Kriege und Eroberungsfeldzüge, der Städte und Staaten, der Arbeit, der Bürgerkriege und Revolutionen, der Baukunst wie der Künste überhaupt, gibt es Bibliotheken füllende Dokumente, Dissertationen und wissenschaftliche Publikationen, und auch eine erstaunlich große Allgemeinbildung, die sich in Zeitschriften, den Feuilletons bürgerlicher Zeitungen, ja sogar in Leserbriefen niederschlägt.
Eine Geschichte der Wirtschaftsverbrechen gibt es noch nicht. Es wäre leicht möglich, in einschlägigen Geschichtsbüchern, unabhängig vom Thema, den einen oder anderen Beweis dafür zu finden, dass Wirtschaftsverbrechen schon in den ältesten Kulturen eine Rolle spielten, aber eine eigene Geschichte der verbrecherischen Seite des Wirtschaftslebens gibt es noch nicht.
Es gibt nicht einmal eine systematische Übersicht über die Entstehung und Entwicklung von Verbots- und Strafnormen, die speziell die Wirtschaft betreffen. Dabei sind schon in den ältesten (meist heiligen) Schriften Ge- und Verbote zu finden, die dem Zweck dienten, ein geordnetes, auch gerechtes Zusammenleben der Sippen, Clans, Stämme und Völker zu garantieren.
Erinnert sei an das Zins- und Wucherverbot im alten Testament, das sich dort nur auf die Glaubensgemeinde erstreckt, dann vom Christentum auf alle ausgedehnt wird, im Islam zu finden ist und schließlich auch - mit den nun üblichen Grenzwerten - in die Gesetzgebung der modernen kapitalistischen Rechtsstaaten Eingang gefunden hat. Meist ging es um den Schutz des Eigentums und den damit verbundenen sozialen Frieden.
Auch in den übrigen Kulturen der Welt, die vor den monotheistischen oder neben ihnen bestanden und bestehen, finden sich Regeln und Vorschriften, die das Wirtschaftsleben im Interesse der sozialen Sicherheit der Gesellschaftsmitglieder und damit des innergesellschaftlichen sozialen Friedensregulieren und Verstöße, ob Vergehen oder Verbrechen, auf je eigene Weise sanktionieren. (mehr lesen)